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Das Bahn-Infrastrukturprojekt

  • Der Hauptbahnhof Wien wird hochleistungsfähiger Verkehrsknoten mitten in Wien und Europa ©ÖBB
  • Neue Blockzughalle Matzleinsdorf - Hier werden in Zukunft Reinigung und Service der Waggons abgewickelt ©ÖBB

Bis Dezember ist der alte Südbahnhof die Endstation von Süd- und Ostbahn. Dann wird ein Durchgangsbahnhof errichtet, von dem Züge aus allen Richtungen kommend in alle Richtungen weiterfahren werden.

Im Rahmen des Bahn-Infrastrukturprojekts werden auf einer Fläche von etwa 50 Hektar und einer Gesamtlänge von etwa 6 km zwischen dem Bahnhof Wien Meidling und der Gudrunstraße die Gleisanlagen einschließlich des Unterbaus und der Kunstbauten (Brücken, Stützwände etc.) erneuert. Insgesamt werden ca. 100 km Gleise neu verlegt, 300 Weichen versetzt und ca. 30.000 m² Brücken neu erbaut. Erst diese Komponenten machen den Bahnhof zu einem hochleistungsfähigen Verkehrsknoten mitten in Wien und inmitten Europas.

Hell, freundlich und barrierefrei


Das Herzstück des Bahn-Infrastrukturprojekts ist das rund 100 Meter lange und 25 Meter breite Aufnahmegebäude, an das eine fast gleich große Verbindungshalle mit direkten, barrierefreien Zugängen zu den Bahnsteigen anschließt. Das neue Bahnhofsgebäude wird auf dem Gelände zwischen dem derzeitigen Süd- und Ostbahnhof und dem Südtiroler Platz errichtet und seinen Haupteingang am Südtiroler Platz haben. Auf 20.000 m2 Fläche, die hell und barrierefrei gestaltet sind, laden zahlreiche Geschäfte und Gastronomiebetriebe zum Verweilen ein. Visueller Blickfang des neuen Bahnhofs ist das gefaltete, rautenförmige Dach, das die Bahnsteige überspannt.

Standorte werden konzentriert

Der Sitz des zentralen Nervensystems des Hauptbahnhofs wird das neu errichtete Stellwerk Süd an der Laxenburger Straße. In dem hochmodernen Gebäude sind hunderte Kilometer Kabel verlegt und acht Terminals montiert, die die Signale steuern, Fahrstraßen freigeben und sperren.
Im Rahmen eines neuen Standortkonzepts wurden veraltete und verstreut angesiedelte Betriebsstandorte im Bereich des ehemaligen Frachtenbahnhofs Matzleinsdorf in neuen Betriebsanlagen konzentriert. Für den Bahnkunden ist diese Umstrukturierung zwar nicht sichtbar, sie bringt aber viel an Effizienz.

Denn künftig werden Reparaturen, Wagenreinigung und die Vorbereitung der Züge für ihre nächste Fahrt vom Hauptbahnhof zentral in modernisierten Anlagen abgewickelt. Im Dezember 2009, mit der Sperre des Südbahnhofs, rollt hier dann eine moderne Form der Zugversorgung an.