Sonnenallergie: Wenn die Haut streikt!
Schottenfeldgasse1070 Wien
Helle, sonnenempfindliche Hauttypen können ein Liedchen davon singen: Man freut sich wochenlang auf den Urlaub, doch nach wenigen Tagen zwingt einen die Sonnenallergie aufs Hotelzimmer.
Der Grund dafür ist eine Art Schockreaktion der Haut auf zu viel Sonnenbestrahlung (vor allem die langwelligen UVA-Strahlen), die sich leider erst einige Stunden bis wenige Tage nach
der Sonneneinwirkung bemerkbar macht. Rötungen, Knötchen, Bläschen, Pusteln und polsterartige Verdickungen, verbunden mit intensivem Brennen und starkem Juckreiz sind die Folgen, die
erst wieder verschwinden, wenn sich die Haut an die Sonne gewöhnt hat, und das kann – je nach Empfindlichkeit – den ganzen Urlaub über dauern. Mit 90 Prozent ist die Polymorphe
Lichtdermatose (PMD) die häufigste Art der Sonnenallergie, von der vor allem Kinder und junge Frauen betroffen sind.
Vorbeugend hilft die Einnahme von hoch dosiertem Beta-Karotin und von Kalzium.
Das Wichtigste ist aber, dass man der Haut die Chance gibt, sich langsam an die Sonne zu gewöhnen. Deshalb in den ersten Tagen im Süden wirklich nur die ersten und letzten
Sonnenstunden nutzen und dabei mit hohem Lichtschutzfaktor (mit UVA-Filter!) eincremen. Tragen Sie leichte Kleidung aus Naturfaser (Kunstfaser lässt bis zu 50 % der UVA-Strahlung
durch!), verwenden Sie fettarme Pflegeprodukte und verzichten Sie auf Parfums und Seifen. Bei Extremfällen wird auch zu Antihistaminika und Cortison-Cremes geraten – sprechen
Sie darüber mit Ihrem Hautarzt!
Erstellt von
WIENER BEZIRKSBLATT Redaktion
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